02/11 Atmosphären - Leseprobe

Behindert Werden – Atmosphären und Behinderung
Malte Borsdorf

Der Begriff der Atmosphäre findet sowohl in der Stadtanthropologie als auch in den Disability Studies häufige Verwendung[1] und wird in beiden Forschungsgebieten hinsichtlich der sinnlichen Wahrnehmung von Atmosphären gefasst. Insbesondere in der Stadtanthropologie wird er vorzugsweise mit Gernot Böhme[2] als Ensemble aus Gegenständen und Sinneseindrücken, beispielsweise Klang, Geruch, Licht, Luft und Temperatur, wie sie die Akteurinnen und Akteure empfangen, die im jeweiligen Forschungsfeld untersucht werden, konzeptualisiert. Im Folgenden möchte ich Gernot Böhmes ästhetisch begründetem Atmosphäreverständnis die Diskussion zweier Auszüge aus meinem Forschungstagebuch kritisch gegenüberstellen.

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02/11 Atmosphären - Inhaltsverzeichnis

Konzeptualisierungen von Atmosphären. Gernot Böhme und
Jean-Paul Thibaud in der Perspektive der Europäische Ethnologie
Ana Ionescu

Behindert Werden – Atmosphären und Behinderung
Malte Borsdorf

„Ich fühle, also bin ich“. Zum Mehrwert von Atmosphären-Forschung
Sarah Braun

Kulturforscher im Keller
Alexander Edmund Rissmann

Atmosphären der Nacht
Thomas Felfer

(Un)Sichtbare Räume
Das Nonstop-Kino Graz als Schnittpunkt städtischer Restrukturierungen
Georg Wolfmayr   

Stadt, Ästhetik und Atmosphäre
London und die Royal Wedding, 29. April 2011
Simone Egger   

Zur Atmosphäre einer imaginären Landschaft
Die „Toteninsel“ von Arnold Böcklin
Jürgen Hasse   

Atmosphären von Fiktion und Wirklichkeit: Der Dokumentarfilm
Silke Andris   

Verdichtungen. Aspekte von Atmosphäre und
Volkskunde in der österreichischen Zwischenkriegszeit
Magdalena Puchberger