Vorschau 2/21: Solidarität

 

CALL FOR CONTRIBUTIONS

2/21: Solidarität

Lange Zeit war Solidarität ein wichtiger Begriff in (linken) politischen Kontexten und in der Arbeiter:innenbewegung – als internationale Solidarität der Unterdrückten und als Klassensolidarität des Proletariats. Aktuell rückt der Begriff „Solidarität“ wieder in den Mittelpunkt: Solidarisch gegen Rassismus und Solidarität mit Black, Indigenous und People of Color, solidarisch gegen das Sterben im Mittelmeer und Solidarität mit Geflüchteten, solidarisch gegen die Ausbreitung von COVID-19 und Solidarität mit den sogenannten „Risikogruppen“ und überlasteten Gesundheitssystemen, solidarisch gegen Sexismus, Klassismus, Ableismus, etc. Solidarität ist wichtig für ein menschliches Miteinander. Seit Kurzem wird aber auch von der politischen Rechten und rechtsextremen Parteien unentwegt Solidarität beschworen, um die Bevölkerung vor vermeintlichen Bedrohungen von außen zu schützen.

In vielfältigen neueren sozialen Bewegungen stellt sich die Frage nach Solidarität wieder und neu: Mit wem, mit was oder wogegen zeigen sich Menschen solidarisch? Welche Gesichter kann solidarische Verbündetenschaft haben? Und wie sieht gelebte Solidarität eigentlich aus? Wie können gelebte solidarische Strukturen institutionalisiert und nicht-institutionalisiert funktionieren? Was ist Solidarität und was ist sie nicht? Wie steht Solidarität zur Utopie?

Viele soziale Bewegungen zielen darauf ab, diejenigen, die nicht direkt von Ungerechtigkeit betroffen sind, zu mobilisieren, um für soziale Gleichheit zu kämpfen. Durch die Einbeziehung von Verbündeten gewinnen soziale Bewegungen nicht nur zahlenmäßig, sondern können auch ihren gesellschaftlichen Einfluss erhöhen, weil ihre Aktionen als legitimer und angemessener wahrgenommen werden. Gleichzeitig verstehen Verbündete nicht immer die Kämpfe der Menschen, mit denen sie agieren, oder können paradoxerweise die Hierarchien, die sie abschaffen wollen, neu erschaffen. Solidarität ist deshalb nicht unproblematisch und es ist wichtig zu hinterfragen, wann die Beteiligung von Verbündeten soziale Veränderungsbemühungen erleichtert oder untergräbt. Wie kann eine Praxis der Solidarität begründet werden? Wie können solidarische Praxen aussehen? Und was steht hinter dem Gedanken solidarischer Netzwerke?

Nicht zuletzt geht es bei der Diskussion um Solidarität auch darum, uns selbst zu befragen, wie und inwieweit mensch im aktivistischen, künstlerischen, akademischen und alltäglichen Umfeld, im Organisationsalltag und in Forschungspraktiken solidarisch handelt. Wie wird mit Entsolidarisierungsprozessen umgegangen? Wie viel Platz bleibt für Solidarität unter neoliberalen Zwängen? Und welche neoliberalen Imperative können auch hinter scheinbar solidarischem Handeln stecken?

Diese Ausgabe möchte sich dem Thema „Solidarität“ aus vielfältigen Perspektiven widmen und ist offen für verschiedene Formate.

Wir freuen uns auf Abstracts, Ideen und Vorschläge für wissenschaftliche und/oder künstlerische Beiträge sowie eine kurze biografische Beschreibung der Person(en) bis zum 01. März 2021 an folgende E-Mail-Adressen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Zeitplan:

Einsendeschluss Abstracts/Ideen:                           01. März 2021

Rückmeldung zu den Einreichungen:                      15. März 2021

Einsendeschluss für die Beitragsmanuskripte:         31. Juli 2021

Entscheidung der Einreichung und Feedback:        Mitte September 2021

Frist für die finalen, überarbeiteten Beiträge:         15. Oktober 2021

 

Vorschau 1/21: Code

Call for Abstracts:

Kuckuck. Notizen zur Alltagskultur 1/21: „Code“

Der Code-Begriff erlebt im Zeitalter allgegenwärtiger digitaler Computertechnologien und Mensch-Maschinen-Kollaborationen – über semiotische und symbolische Codes von Gesellschaften  hinaus – in diversen Zusammenhängen ein Revival: Source Codes, Binärcodes und Algorithmen; Software, Verschlüsselungstechnologien und Kryptographie; numerische Codes, Formeln und Funktionen; (Geo)mapping, Biometrie oder Computational Genomics.

Codes sind Formen der Zuordnung, Abbildung und Verknüpfung von Bedeutungen oder Informationen. Sie sind Relationen und Beziehungen und stellen diese gleichzeitig her. Codes bleiben aber auch immer offen für Formen der Aneignung, des Gegenlesens und der Umdeutung oder werden, wie etwa in der Internetkunst, zum Selbstzweck.

Die Ausgabe 1/2021 der Zeitschrift „kuckuck. Notizen zur Alltagskultur” stellt Code in seinen multiplen Formen, seiner Generierung und (De-)chiffrierung in den Fokus.

Wir freuen uns auf Ideen und Themenvorschläge für wissenschaftliche/essayistische oder künstlerische Beiträge. Wir bitten um Einreichung der Abstracts bis zum 15.8.2020 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Das Abgabedatum für ausgewählte Beiträge ist der 30. Januar 2021.

 

Informationen für Autor_innen

Liebe_r Autor_in!

Wir freuen uns, dass Sie bereit sind, für unsere Zeitschrift einen Beitrag zu verfassen. Um uns
und Ihnen die Sache zu erleichtern, haben wir einige Hinweise und Bitten zusammengestellt:

- Der Beitrag darf einen Umfang 8-10 Manuskriptseiten bzw. 25.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Endnoten) nicht überschreiten. Über die Zitierweise entscheiden sie selbst, wir bitten aber, Fußnoten als Endnoten einzurichten und mit deren Verwendung sparsam umzugehen.

- Sie können uns den Beitrag als attachment mit einer E-Mail senden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an eine_n der Herausgeber_innen (Adressen siehe unten).

- Wir benötigen unbedingt eine kurze Beschreibung Ihrer Person (vor allem: momentaner Arbeits- oder Studienplatz, Themen- und Forschungsschwerpunkte) (max. 450 Zeichen inkl. Leerzeichen) und Ihre Postadresse, um Ihnen die Belegexemplare zusenden zu können.

- Redaktionsschluss für das jeweils erste Heft des Jahres (z.B. 1/2019) ist der 31. Jänner, für das zweite Heft (z.B. 2/2019) der 31. Juli.

- Wir können nur Originalbeiträge bzw. erstmals in deutscher Sprache zu publizierende Aufsätze zum Abdruck bringen. Ein Abdruck von englischsprachigen Originaltexten ist ebenfalls möglich.

- Leider können wir kein Honorar bezahlen, jede_r Autor_in erhält drei Belegexemplare des KUCKUCK.


Zu guter Letzt möchten wir Sie darauf hinweisen, dass für jede Ausgabe des KUCKUCK Herausgeber_innen und Redaktion über die Annahme oder Ablehnung der Beiträge entscheiden.

Die Redaktion