1/16 Pathologien

2/15 Poitiken

 

Entstanden ist der KUCKUCK 1985 mit dem Anspruch, ein Publikationsforum zu schaffen, das gegenüber fachspezifischen Zeitschriften offen sein sollte für unterschiedliche Zugänge zu kulturwissenschaftlichen Themen. Wissenschaftliche Texte sollten dabei ebenso Platz finden wie literarische, Texte von etablierten Verfasser_innen und solche von Nachwuchsautor_innen. Mit Nachdruck möchten wir daher auf die Möglichkeit hinweisen, dass auch Studierende die Gelegenheit haben, Artikel zu publizieren.

Internationalität und Interdisziplinarität gehören ebenso wie die Förderung junger Wissenschaftler_innen zu den zentralen Anliegen des KUCKUCK. Die Vielfalt der Zugänge unterschiedlicher Disziplinen zu Themen der Alltagskultur soll dabei nicht nur aufgezeigt, sondern auch herausgefordert werden. Die Themen des KUCKUCK sind zum einen zeitlos, zum anderen stehen sie in Bezug zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.

Der KUCKUCK erscheint zweimal jährlich mit einer Auflage von 500 Exemplaren. Zusätzlich zu den laufenden Nummern sind bis jetzt fünf Sonderhefte erschienen. Sie bilden ein Publikationsmedium zu aktuellen Diskussionen, Forschungsprojekten o.ä.. Der KUCKUCK bietet somit über den Anspruch eines Periodikums hinaus auch außerhalb der laufenden Nummern die Möglichkeit, zu kulturwissenschaftlichen Themen Stellung zu nehmen. Damit sollen sowohl Leser_innen aus den unterschiedlichsten akademischen Fachbereichen als auch ein außeruniversitäres Publikum erreicht werden.

Kollaborativer Redaktionsprozess

Die KUCKUCK-Redaktion setzt sich aus Studierenden und Lehrenden zusammen. Vier Herausgeber_innen und 10 bis 15 ehrenamtlich tätige redaktionelle Mitarbeiter_innen arbeiten hier zusammen. In einem paritätischen Auswahlverfahren werden die eingereichten Texte in gemeinsamen Redaktionssitzungen ausführlich besprochen. Intensive Diskussionen im Rahmen eines vereinbarten Begutachtungszeitraumes entscheiden über die Veröffentlichung eines Beitrags. Hinter jedem Text steht eine Patein, die die verschiedenen inhaltlichen und formalen Redaktionskommentare an den/die Autor_in kommuniziert und den Werdegang des Textes bis zu seiner Endfassung betreut. Der KUCKUCK legt Wert auf ein kooperatives und kollaboratives Verfahren, das die Autor_innenhoheit respektiert.

Sonderhefte

Das erste Sonderheft des KUCKUCK dokumentiert ein ausschließlich von Studierenden durchgeführtes Evaluierungsprojekt über das damalige Grazer Institut für Volkskunde. Zur Veröffentlichung wurden neben Stellungnahmen von Institutsangehörigen auch Meinungen von Universitätslehrenden anderer Institute eingeholt. In Sonderheft 2 wurden die Ergebnisse eines Forschungsprojektes am Grazer Institut über eine Ortschaft an der slowenischen Grenze veröffentlicht. «Der andere Blick auf die Stadt» – Sonderheft 3 – beschäftigte sich mit Konflikten zwischen Funktion und Repräsentation des urbanen Raumes in Graz. Sonderheft 4 ist der Kultur der Arbeit gewidmet und Heft 5 erschien als Sonderband im Gedenken an die Kuckuck-Mitbegründerin Elisabeth Katschnig-Fasch, ihr Wirken und ihre Forschungen.