1/16 Pathologien

2/15 Poitiken

Entstanden ist der KUCKUCK 1985 aus dem Anspruch, ein Publikationsforum zu bilden, das gegenüber rein fachspezifischen Zeitschriften für unterschiedliche Zugänge zu kulturwissenschaftlichen Themen offen sein sollte. Wissenschaftliche Texte sollten genauso Platz finden wie literarische. Die Autoren und Autorinnen des KUCKUCK sind vorwiegend aus europäischen Ländern, es sind aber auch Beiträge von Wissenschaftern außereuropäischer Länder, wie z.B. aus Mexiko oder Amerika, zu finden. Die Internationalität ist uns daher auch ein besonderes Anliegen.
 
Vielleicht ist aber genau das ein Grund, warum Beiträge von Studierenden in den letzen Jahren etwas in den Hintergrund getreten sind. Mit Nachdruck möchten wir daher auf die Möglichkeit hinweisen, daß vor allem auch Studierenden die Gelegenheit geboten werden sollte, eigene Texte zu publizieren. Interdisziplinarität, Internationaliät und Förderung junger Wissenschafter und Wissenschafterinnen hat sich im allgemeinen als Charakteristik des KUCKUCK festgeschrieben. Die Vielfalt der Herangehensweisen unterschiedlicher Disziplinen an Themen zu Alltagskultur und Volkskunde/Europäische Ethnologie soll dabei nicht nur aufgezeigt, sondern auch herausgefordert werden. Die Themen des KUCKUCK sind daher bewußt eher allgemein gehalten, stehen aber immer in Bezug zu allgemeinen Diskussionen.
 
Der KUCKUCK erscheint zweimal jährlich mit einer Auflage von rund 500 Exemplaren. Zusätzlich zu den laufenden Nummern sind bis jetzt fünf Sonderhefte erschienen. Die Sonderhefte stellen ein Publikationsmedium zu aktuellen Diskussionen, Forschungsprojekten o.ä. dar. Der erste Sonderband des KUCKUCK dokumentierte ein Evaluierungsprojekt über das Grazer Institut für Volkskunde, das ausschließlich von Studierenden durchgeführt wurde. Zur Veröffentlichung wurden, neben Stellungnahmen von Institutsangehörigen, auch Meinungen von Universitätslehrenden anderer Institute eingeholt. Im Sonderheft 2 wurden die Ergebnisse eines Forschungsprojektes - über das Dorf Blatten nahe der slowenischen Grenze -, das am Institut für Volkskunde stattfand, veröffentlicht. "Der andere Blick auf die Stadt" - Sonderheft 3 beschäftigte sich mit Konflikten zwischen der Funktion des urbanen Raumes und dessen semantischen Gehaltes in Graz. Sonderheft 4 ist der Kultur der Arbeit gewidmet und der Sonderband 5 erschien in Gedenken an die Kuckuck-Gründerin Elisabeth Katschnig-Fasch und ihre Arbeit und Forschungen.
 
Der KUCKUCK bietet somit über den Anspruch eines Periodikums hinaus auch außerhalb der laufenden Nummern die Möglichkeit, zu kulturwissenschaftlichen Themen Stellung zu nehmen. Damit soll der KUCKUCK Leser und Leserinnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, aber auch außeruniversitäres Publikum erreichen.